Düngekugeln

 

 

Bodengrunddüngung mit Düngekugeln aus Ton

(Autor: Alex Wagner ; Bilder: Fachliteratur)

 

Für stark wachsende Pflanzen, reichen die in Nährstoffe, die oft als Nährboden unter den eigentlichen Bodengrund eingebracht werden meist nicht aus, oder sind nach einiger Zeit aufgebraucht. Im Handel erhältliche Flüssigdünger dosieren die Nährstoffe entsprechend in das Wasser, wovon lediglich Stängelpflanzen am meisten profitieren, da diese die Nährstoffe sehr gut über das Blattwerk aufnehmen können.

Stark wurzelnde, oder auch als grundständig bezeichnete Pflanzen, nehmen ihre Nährstoffe überwiegend über die Wurzelspitzen auf und nur bedingt über das Blattwerk. Bei solchen Pflanzenarten, wie z.B. Echniodoren, Cryptocoryne, Vallisnerien usw. kann es daher trotz starker Düngung über die Wassersäule durch Flüssigdünger, oft zu schlechtem Wuchs, Stagnation oder Mangelerscheinungen kommen. Für dieses Problem gibt es im Handel bereits fertige Düngekugeln zu kaufen, wie beispielsweise von der Firma JBL, wo ein oder zwei Kugeln unmittelbar an den Wurzelballen der Pflanze in den Bodengrund gedrückt werden. Diese „fertigen“ Kugeln haben jedoch sehr oft den Nachteil, dass sie die Pflanzen zwar mit allen notwendigen Mikronährstoffen wie Eisen versorgen, aber leider keine Hauptnährstoffe auch Makronährstoffe wie Stickstoff, Phosphat und Kalium enthalten.

Die oft publizierte Theorie, dass die durch die Ausscheidungen der Fische ins Wasser eingetragenen Nährstoffe zur Versorgung der Pflanzen ausreichen, ist nur bedingt richtig.

An dieser Stelle folgt ein weiterführendes Thema zur - Nährstoffversorgung von Wasserpflanzen -

Die im Handel angebotenen Düngekugeln sind auch sehr leicht, und mit genau der benötigten Menge an den notwendigen Nährstoffen, selbst herstellbar; Und das zu einem Bruchteil des Preises!

Nachfolgend erkläre ich kurz die Herstellung solcher Kugeln. Hierzu bietet sich auch idealer Weise das Thema „Basteln mit Ton“ an einem unser Vereinsabende an. Bitte das jeweils aktuelle Jahreshauptprogramm beachten.

 

Benötigt werden:

-          Rotbrauner Ton (Dieser ist ideal, da bereits die Farbe als Indiz für Eisen als Inhaltsstoff dient)

-          Blaukorn bzw. NPK Düngergranulat für Landpflanzen aus dem Baumarkt

-          Holzstäbchen

Für die Nährstoffversorgung meiner Aquarien forme ich etwa 1,5-2cm starke Tonkugeln aus knetfähigen Ton. Noch im feuchten Zustand bohre ich mit einem Holzstäbchen ein Loch in die Kugel und versenke je drei oder vier, etwa 3mm große Körnchen darin. Das Loch wird durch kneten wieder gut verschlossen und die Kugel anschließend an der Luft getrocknet.

Bei der beschriebenen Methode zur Verkapselung des Volldüngers wird dieser durch die äußere Tonschicht gepuffert und kann so nicht unmittelbar in das Wasser gelangen und muss von den Wurzeln der Pflanzen erst „erobert“ werden.

Ich persönlich verwende in meinen Aquarien ausschließlich Bodengrund aus gewaschenen Quarzsand, ohne jeglicher Nährbodenschicht. Quasi „toten Boden“. An Stellen an denen grundständige Pflanzen eingesetzt werden, erfolgt eine Bodendüngung allein durch Tonkugeln. Auf diese Weise erfolgt die Nährstoffversorgung gezielt an Ort und Stelle wo sie benötigt wird und verhindert so, dass unkontrolliert Nährstoffe in das Wasser gelangen und Algen explodieren lassen.

Mit der Zeit, ca. alle 6-8 Monate, wird die Düngung durch das zuführen neuer Kugeln aufgefrischt und kann so die Dosierung kontrolliert werden.

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